Liebe Elternteile, Omis, Opis, Kumpels und Kumpelinen,
kaum sind wir als Gruppe allein im Haus (die ungarischen Kinder sind gestern bereits wieder abgereist) nutzten Pippin, Gottlieb, Ottilie, Allie und Schwester Agnes die Schangse und weckten alle mit unserem Balatonsong in Megalautstärke. Die zerknitterten Gesichter hättet ihr sehen sollen. Aber vermutlich kennt ihr diese ja von eurem morgendlichen Wecken. Nur die kleinen Jungs und einige wenige Mädels kamen ganz aus den Zimmern und tanzten mit. Besonders Pippin war sehr enttäuscht, wollte er sich doch mit dem Tanz am frühen Morgen für den Ausfall seines Lauftrainings eine gute Ausrede organisieren.
Die letzte Zimmerkontrolle für dieses Ferienlager fand gleich nach dem Frühstück statt und wie immer startete danach unser Tag mit unserem Tanz und Sigi öffnete die Taschengeldbank. Die Schlange war lang, alle wollten unbedingt noch etwas für die Wirtschaft tun. Jedoch gibt es auch Kinder, die fast ihr gesamtes Taschengeld wieder mit nach Hause nehmen. Natürlich nicht Schwester Agnes. Sie hat bereits in der ersten Woche fast alles unter die Markthändler und Schuhverkäufer*innen gebracht.
Dschinni, Paule und Sigi machten sich vormittags auf die Suche nach stillem Wasser. Das mit Sprudel hatten wir noch vorrätig. Zum Glück wurden die Drei fündig und alle konnten wieder ihre Flaschen füllen.
(Übrigens, trinken eure lieben Kleinen zuhause auch nachts ½ Liter oder sogar mehr?)
Für unseren Tagesplan gab es kurzfristig eine Änderung. Kofferpacken fiel heute aus. Wir dürfen morgen bis zur Abfahrt in unseren Zimmern bleiben, das heißt, erst morgen nach dem Frühstück packen wir. Sehr zum Ärger von Pilles und Lilles kleinem Bruder. Der hatte vorsorglich schon heute vor dem Wecken gepackt.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir gestern eine Insel gebaut haben. Und da sagten doch die Verzieher*innen heute geht es zu Robinson. Gottlieb und Ottilie waren besonders aufgeregt. Wie kommt denn der Typ so schnell zu uns an den Balaton? Um Robinson nicht zu überfordern marschierten wir teamweise in halbstündigem Abstand los. Die Überraschung war dann sehr gelungen. Robinson entpuppte sich als beste Pizzeria am Strand von Balatonfenyves. (Kann ich euch echt empfehlen). Leute, das war ein Geschmatze. Bei unserem kleinen Sir war das ganze Gesicht mit Salami beklebt. Ottilie fand auch eine Lieblingsvariante – Pizza mit tejfölös und fokhagyma. Schwester Agnes und Allie drohten an, ihr den Zugang zum gemeinsamen Zimmer zu verwehren. Aber Ottilie fand eine Geschmacksgenossin aus Berlin an der Panke. Sollten es die anderen Beiden wirklich durchziehen, kann sie bei ihr im Zimmer Asyl finden für eine Nacht. Ein Bett ist noch frei.
Nach Robinson gings zur Wechselstube und noch einiges einkaufen. Nach und nach trudelten die Mädels und Jungen dann im Ferienlager wieder ein. Und da inzwischen die Sonne wieder richtig schien, ging es an den Strand. Ein kleiner Ottokarstammbesucher stellte mit Erstaunen fest, dass unsere Insel verschwunden war. Vom Minisunami verschlungen meinte er.
Einige machten sich gemeinsam mit Pippin daran, sie wieder zu errichten. Währenddessen tobten Paule und Gottlieb mit den Mutigen in den Wellen. Ja, ihr lest richtig. Der Balaton kann ziemlich hohe Wellen haben. Die Mehrzahl der Mädels blieb dem Strand fern, knüpperte mit bunten Fäden Freundschaften, Allie mittendrin. Ottilie betrachtete alles mit Interesse, auch ihr Inneres und Schwester Agnes versuchte sich im Pigmentehaschen (hat aber nicht viel genutzt bisher).
Dschinni und Sigi räumten schon mal die ersten Kisten ein und transportierten diese zum Bus.
Und dann, nach dem Abendessen (zur Freude fast aller Kids gab es Chickennuggets und hasabburgonya), war es endlich so weit. Die Auszeichnungszeremonie für alle Wettbewerbe fand statt. Von den sportlichen Siegern hat Gottlieb bereits berichtet. Für mich bleiben die Großereignisse.
Den Teamwettbewerb haben die Wackelöhrchen mit 41 Punkten klar gewonnen. Gottlieb bekam vor Glücksstrahlen den Mund kaum noch geschlossen. Er war sich seines Sieges sicher und hatte schon mal nach Robinson alle Kinder des Teams zum Eis eingeladen. Die Eisverkäuferin hatte wohl Mitleid mit ihm, weil sein Taschengeld darunter ziemlich gelitten hat, und spendierte ihm 2 Kugeln.
Platz 2 mit 36 Punkten errangen die Panther vor den Nemos mit 35 und den Chaoskids mit 34 Punkten. Pippins blaue Melonenbäume bildeten mit 25 Punkten das Schlusslicht.
Es gab Beifall von allen für alle. Der gemeinsame Spaß war entscheidender als der Sieg.
Nun fehlen noch die Puppenstube und der Saustall des Jahres.
Bei der Puppenstube gab es ein extrem enges Kopf-an-Kopf- Rennen. Ein Minus hinter der 1 entschied den Sieg für 3 Thüringerinnen. Zwei von ihnen sind verwandt und eine hat auch noch einen kleinen Bruder hier, der aber in diesem Jahr nicht im Saustall des Jahres wohnte. Die Dritte im Zimmer hat nur ein A am Ende ihres Namens mehr als eine der beiden anderen Mädels.
Und jetzt kommt das für Ottokar einmalige Resultat beim Kampf um den Titel Saustall des Jahres. Drei Mädchenzimmer konkurrierten um diesen Titel und unterschieden sich zum Schluss um nur 1 bzw. 2 Punkte. Siegerinnen sind eine der Zwillingsjojos, eine an der Panke Lebende und eine, die im Süden in einem Haus auf einem Weg rennt.
Diese 3 Mädels haben morgen zur Belohnung die Möglichkeit eingeräumt bekommen, für alle anderen das Frühstücksgeschirr abzuräumen.
In der Zwischenzeit hatte DJ Locke seine Anlage aufgebaut. Vom ersten Ton an war die Stimmung im Aquarium super. Die Mädels tanzten, die Jungen standen rütmisch herum. Drei Knaben wollten unter den Tänzerinnen nicht so auffallen. Sie organisierten sich Miniröcke und mischten sich so unter die tanzwütigen Mädels.
Leider geht auch die letzte Disco für dieses Ferienlager einmal zu Ende. Zähne putzen, pullern und ab ins Bett…. Und schon sind alle mehr oder weniger in ihren Zimmern. Alle wollen die letzte Nacht durchmachen. Meine langjährige Erfahrung sagt mir aber, daraus wird nix. Bevor die Besucherei bei anderen losgeht sind alle eingeschlafen.
Nur wir natürlich nicht. Dschinni hat für unsere Klicke Schmakazien besorgt. Wir treffen uns gleich in unserem Geheimversteck und ich muss mich beeilen. Pippin, Gottlieb und Ottilie haben immer besonders großen Appetit, Allie langt auch gut zu und an einem solchen Abend verzichtet Schwester Agnes sogar auf ihr Möhrengläschen.
Also Leute. Schluss für heute. Ich melde mich morgen noch einmal bei euch.
Jó aludni és jó észerkat.
Euer Otto
Kommentare
Liebe Grüße an alle und habt eine gute Heimreise :)
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.