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Eene Welt ohne Wassa

Hallo in die Runde,

 

hier is ma wieda olle Gottlieb. Olle Otto spielt mit Glitzasteinchen und hat keene Zeit für euch, deshalb muss icke jetze hier schnell ma einspringen.

 

Also, watt is heute so allet passiert? Der Tach jing jut los mit Rejen. Einije von unseren Kindas schauten janz verdutzt nach oben, sowatt kennen sie jar nich mehr. Aba es war ja leida nich viel watt da (immer wieda mal) kam, so dass der Balaton nix so wirklich abbekommen hat. Ditt eröffnete uns aba noch janz andere Möglichkeiten, die icke euch später schildern werde.

 

Kaum vom Frühstückstisch erhoben, mussten wir unsere Kallorien jleich wieda abtrainieren. Erst rief Pippin zum Ferienlajatanz, dann die Vaziehas zum Tiemspiel. Und da zeigte sich mal wieda, watt für faule Socken ditt sind. Nee, nich die grünfaulen Kaoskits von Ottilie, sondern die Vaziehas. Zum Nachmittag sollte es lecka Möhrchen jeben. Und statt die Dingers vanünftig für uns zu kredenzen, sollten unsere Tiems nun um die Wette Möhren schälen. Klewer is ditt ja schon von den Jewachsenen, aber ooch ein wenig unfair. Wie dem ooch sei, unsere fünf Tiems durften fesche Schürzen und Kochmützen trajen, zu den Möhren sprinten und diese putzen, dann zurück sprinten und Schürze und Mütze an den nächsten weiterreichen.
Bewertet wurde einmal die Zeit des Tiems und zweitens die Zahl der perfekt jeschälten Möhrchen. Jedet Tiem hatte zehn Stück zur Vafügung. Tiem 4 schaffte es trotzdem elf Möhrchen zu schälen. Een kleener Teilnehmer fand wohl die Arbeit der Vorjängerin nich so überzeugend und schälte die gleiche Möhre noch een zweitet Mal. wink

Am Ende jab es foljende Erjebnisse: Die Kaoskits brauchten 9:19 Minuten bei acht korrekt jeschälten Möhren, die Nemos sprinteten uff 7:18 Minuten mit sieben Möhrchen, dicht jefolgt von den Wackelöhrchen mit 7:24 Minuten und ebenfalls sieben Möhren, die blauen Wassermelonenbäume benötigten 9:18 Minuten und schafften sechs Möhrchen, während die pinken Pandas (so spricht ditt Schwester Agnes immer aus) für sieben perfekt jeschälte Möhrchen 8:37 Minuten brauchte.

Icke darf euch noch nich verraten, wer nun die Tiemspiele jewonnen hat. Aba wer jut uffjepasst hat, weeß: Een Tiem liegt uneinholbar vorn. Mehr Deteils dann morjen von Otto.

 

Nach Frühstück, Ferienlajatanz und Tiemspiel durften wir dann endlich wejen Wettta ma uff unseren Zimman schillen, ohne ditt die Vaziehas meckerten. Aba, oh Wunder, viele von uns waren trotzdem lieba unten untawegs, spielten und tobten, jingen Chipse und Kekse koofen und spielten vor allem die janzen Turrniere fertig.

 

Im Bao-Bao-Turrnier jab es een stundenlanget Jerangel um Platz 1 bis 3. Am Ende jewann unser Wandlitzer Zwingling ohne Brille, vor eenem kleenen russischen Bärliner, der viele jahrelang schon am Balaton jeübt hatte. Platz 3 sicherte die Wandlitzerin Zwingling Nr. 2 mit Brille.

 

Im Tischtennis-Turrnier mussten die Jroßen noch ausjespielt werden. Hier jewann eene russische Spitznamen-Revolutionärin, die am Namen ditt N hinten verjessen hatte. Platz 2 jing an eenen jroßen unjarischen König, der im Namen sein A verjessen hat. Und den dritten Platz eroberte ein langet Mädel mit Brille. Sie kommt vom besten See, da musste sie ooch unter die besten drei Tischtennisspielenden kommen.

 

Dann jabs endlich Fesper mit leckere Bogatschen, Marmelade, uns sehr bekannt vorkommenden Möhrchen und lecka Jurken – und: die Sonne kam heraus!

 

Also war unsere schöne Zimmer- und Bettenzeit wieda vorbei und die Vaziehas jagten uns direkt an den Strand. Unten anjekommen war unsere Enttäuschung zunächst jroß, denn trotz des een oder anderen Tropfens vom Himmel, war im Balaton der Wassastand weita jesunken. Ähnlichet musste ooch Dschinni erleben. Er flog ma wieda den halben Balaton entlang, um uns mit stillem Frischwassa zu versorjen und fand nirjendwo mehr watt. Eene Welt ohne Wasser, icke sage es euch, Arrmageton is nah.

 

Aba, wie wir Ottokars eben so sind, wir machen aus jeder Kriese eene Schongse: Pippin und Schwester Agnes entdeckten ihre janz frühe Kindheit wieder und fingen an backe-backe Kuchen mit Balatonschlamm zu spielen. Unsere anderen Fränds stießen bald hinzu und bauten wahre Schlammburgen: Mietwohnungsbau für Schwäne, wie ein traktorenliebender Ärfurter freudig kommentierte.

Ottilie blieb dem Jemansche fern, aba löst ditt Problem mit dem stillen Wasser, indem sie aus unseren Vorräten mit Zisch ditt Jesprudel flaschenweise hinausschüttelte. Watt nich passt, wird passend jemacht bei Ottokar.

 

Nach der Baderei folgte dann die nächste Rejenhusche, so datt wir dann doch wieder nach oben durften. Unsere Kleenen und Mittleren spielten dann noch stundenlang Verstecken-Fange quer durchs jesamte Jelände, welchet wir seit heute Mittag wieder für uns alleene haben. Der Mangel an stillem Wassa und Badezeit machte sich durch entsprechende Lautstärke auch hier deutlich bemerkbar.

 

Nach dem Abendbrot wurden noch die Zimma kontrolliert und dann durfte der Abend jemütlich ausklingen, mit Armbänder knüpfen und vielen anderen schönen Beschäftigungen. Wir kosteten die Zeit noch ma richtig aus, denn morjen, liebe Fränds, heißt es ja unter anderem schon wieda Kofferpacken. Pippin und icke haben dabei übrijens ditt janz große Los jezogen und dürfen den kleenen Jungs beim Kofferpacken helfen. In Pippins Aujen glänzten nach der Auslosung durch Glücksfee Paule Tränen der Glückseligkeit.

 

In diesem Sinne wünsche icke ooch euch een glücklichet Leben. Bald sind wa alle wieda und dann hat ditt ooch een Ende.

 

Jo esserkat!

 

Euer Gottlieb

 

Kommentare   

#2 Kerstin Sohrmann 2026-07-24 12:02
Bao Bao Spiel ? Müsst ihr Oma mal versuchen zu erklären, wie dieses Spiel funktioniert. An eure tollen Plätze komme ich sicherlich nicht ran.
Liebe Grüße und morgen frohes Kofferpacken.
Oma aus Limburg
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#1 Icke 2026-07-23 20:49
Hi Ottokar und Hi Gottlieb,
besser spät als nie...vielen Dank für Eure Berichte. Es ist uns jedes Mal, ein inneres Pfannkuchenessen sie vorzulesen :o) Gottliebs Texte muss ick immer vorlesen, weil sich meine Frau bei dem Balinarisch immer die Zunge verknotet ;o)
Jedenfalls Danken wir Euch und allen Helfern für die Berichte, die Ausflüge, das Kubikmeterweise Wasser schleppen, den Ferjenlajatanz, die Tiemspiele usw usw usw.
Morgen denn viel Spaß beim Packen mit den kleenen Jungs und kommt ohne großartig Stau wieder gut nach Berlin.
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