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Von reitenden Rittern und leckerem Essen

Otto lovagod köszön itt!

Heute liegt ein sehr langer Tag hinter mir. Gemeinsam mit Dschinni, Paule und Sigi war ich bereits um 6.30 Uhr auf dem Bauernmarkt zum Proviant für die Kids aufstocken. Ich bin ja im Gegensatz zu Dschinni und Paule nur selten mit unterwegs und konnte heute den Fleiß der Beiden nur bewundern. Sie schleppten wie die Weltmeister sargabarack für alle und noch anderes gesundes Zeugs und anschließend füllten sie den Flaschenpfandautomaten bei Aldi mit den nur 63 von uns gestern geleerten Wasserflaschen.

Meine Kumpelinen und Kumpels chillten vor dem Haus, als wir endlich wieder zurück waren. Pippin erholte sich von seinem nächsten Fastweltrekord, Ottilie checkte ihre vielen Internetfreunde, Allie lächelte so vor sich hin, Gottlieb versuchte sich im Lesen seines Buches und Schwester Agnes (mit ihren täglichen Schönheitshilfspflastern unter den Augen) blätterte in irgendwelchen Listen und Aufzeichnungen. Ob die Pflaster auch für das Gedächtnistraining gut sind?

Die Sonne schien, es war nicht zu warm und die Kids waren ziemlich müde. Langsam wirken sich die nächtlichen Gesprächsrunden und „heimlichen“ Zimmerpartys aus.

Doch die Verzieher*innen kennen kein Pardon, aufstehen, frühstücken, Ferienlagertanz un danach an den Strand- da gab es einfach keine Alternative.

 Die Sünkronität bei unserem Tanz wird immer besser und wir sind bald so weit, dass es per Video veröffentlicht werden kann. Und es machen wirklich alle mit.

Um 12.30 Uhr hieß es dann Abfahrt nach Sümeg. Der Besuchauf der Burg und  bei den Ritterspielen mit anschließendem Festessen im Rittersaal ist inzwischen eine Jahrzehnte lange Tradition. Und es will auch kein Kind und kein Jugendlicher, der schon einmal mit uns dort war, darauf verzichten. Dreiundvierzig von uns 62 Leuten entschieden sich, den steilen Burgberg zu erklimmen und die Burg mit all ihren Möglichkeiten zu erkunden. Ottilie und Pippin wollten lieber am Museum und diversen Geschäften vorbeischlendern, Gottlieb verweigert als bekennender Historiker einen Besuch dort oben und Paule und Sigi mussten die Tickets für Ritterspiele und Ritteressen organisieren. Flitzi huschte von einem Fotomotiv zum nächsten und mischte bei ihren Veröffentlichungen für ihre Follower einfach mal Bilder vom letzten Jahr unter. So konnte sie sich den beschwerlichen Auf- und Abstieg ersparen. Die anderen Nichtburgbesteiger waren entweder ein wenig erkältet oder aber hatten einfach mal keine Lust sich anzustrengen.

Ab 15.15 Uhr bildete sich eine Schlange am Tor zur Kampfarena. Da wir erprobte Besucher sind, konnte uns das nicht schrecken. Die Urlaubären Nolle, Nille, Pille, Lille, Lotti, der lange Schücht und die stille Freundin von allen sperrten mit ihren in Ottokar-Tshirts gekleideten Körpern gemeinsam mit Paule, Dschinni und natürlich auch Pippin, Gottlieb und Allie und all unseren Verzieher*innen einen Korridor für unsere Gruppe ab. So konnten wir dann fast ohne Drängelei in der Arena Platz finden.

Nun, ich möchte euch nicht mit der Aufzählung aller Programmpunkte langweilen. Es wurden wie immer Reiter und Pferde vorgeführt, gekämpft und sich vertragen und natürlich hat der ungarische Burghauptmann letztendlich gewonnen. Auch verteilten die siegreichen Ritterlein ihre Blumen an die sie umjubelnden Mädchen. Das war ein Gedränge kann ich nur sagen. Und auch 2 unserer holden Weiblichkeiten errangen die Gunst eines Ritters. Unser Usedomgirl und das Geburtstagskind von der Anreise strahlten vor Glück. Unsere Jüngste dagegen, extra von Pippinchen herausgeputzt und von vielen Mädels immer wieder in den Vordergrund geschoben, war ganz traurig, weil sie keine Blume abbekommen hatte. Und da konnte man dann erleben, wie wir hier im Normalfall miteinander umgehen. Das Usedomgirl überreichte ihr ihre Blume. Da hatte Pippin direkt Pippi in den Augen.

Aber während der Ritterkämpfe gab es auch noch einen ganz anderen, gefährlichen Kampf. Unsere lieben Kleinen (Jungen) hatten sich auf der Burg leckeren Baumkuchen vom Taschengeld geleistet und verputzt. In der Sonne waren sie dann eine echte Wespenfalle. Sie wurden umschwirrt und Schwester Agnes und Allie waren damit beschäftigt, die Plagegeister zu vertreiben. Zum Glück wurde niemand gestochen und zum Essen im Rittersaal hatten die Biester keinen Eintritt. Der Abend verlief sehr harmonisch. Alle hatten großen Appetit und die großen Platten mit Keulen, Backkartoffeln, Würsten, die Schüsseln mit Suppe und die Teller mit Krautsalat und Kirschkuchen wurden fast komplett leergegessen.

Nur ein Mädchen, Bewohnerin an der Berliner Panke, hatte aus heiterem Himmel weder Hunger noch Durst und wollte den Tag lieber eingeschlossen in einer Toilettenkabine verbringen. Sigi, die sich schon große Sorgen gemacht hatte, öffnete die Tür mit einer 5 Forintmünze und schlug ihr stattdessen einen Aufenthalt außerhalb der Sanitärräume vor. Sie hat ernsthaft was verpasst. Das Essen war soooo lecker. Aber was die eine nicht will, essen die anderen mit großem Vergnügen auf.

Nach 1,5 Stunden Schlemmerei folgten dann noch das ultimative Großfoto und die Teamfotos. Einige von uns versteckten sich ziemlich hinter den Kleinen, die Kugelbäuche soll zuhause niemand sehen😉

Noch einmal 90 Minuten Busfahrt mit Ba Ba Balaton Gesang und wir waren zurück im Feriencamp.

Fast alle wollten gleich schlafen gehen. War doch ziemlich anstrengend der ganze Tag.

 

Ich will das jetzt auch tun.

Én nagyon álmos és farad vagyok.

Jó aludni.      Euer Otto                                                                                                            

Kommentare   

#2 Berliner Bärbel 2026-07-23 12:00
Lieber Otto,

was für ein langer und ereignisreicher Tag! Besonders schön finden wir die Geschichte mit dem Usedomgirl, der Jüngsten und der geschenkten Ritterblume, da bekommt man ja tatsächlich Pippi in die Augen.
Die Ritterspiele in Sümeg scheinen auch dieses Jahr wieder ein echtes Highlight gewesen zu sein. Und dass die Wespen euren Baumkuchen-Fans so dicht auf die Pelle gerückt sind, hätte nun wirklich nicht sein müssen.
Während ihr euch die Bäuche mit Ritteressen vollgeschlagen habt, hatte Bärbel einen schönen Ausflug ins Naturkundemuseum in Potsdam. Dort konnte sie viel über die heimischen Tiere Berlins und Brandenburgs erfahren. Besonders beeindruckend und ein bisschen unheimlich, war für sie der riesige Wels im Aquarium.
Lucky hat derweil fleißig gekocht. Es gab buntes Gemüse und Kartoffeln, also auch bei uns wurde wieder ordentlich geschlemmt.

Liebe Grüße aus der Heimat!
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#1 Katrin Riemer 2026-07-23 03:48
Ein Besuch auf den sich meine Kids schon beim aussteigen aus dem Bus, wahlweise beim abholen in Ungarn schon wieder freuen. Sümeg ist wie jedes Jahr ein absolutes Highlight. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, nun ist die Hälfte der zweiten Woche schon um. Meine Koffer sind nun auch gepackt, denn am Freitag habe ich auch eeeeeendlich urlaub. Ich freue mich schon darauf euch alle in Ungarn zu sehen und vorallem meine Mäuse zu knuddeln. Ich wünsche euch heute einen schönen Tag :) vg aus Thüringen
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