Liebe Elternteile, Omas, Opas, Hallo Kumpels und Kumpelinen,
heute ist die Hälfte der Ferienlagerzeit bereits Geschichte. Die Zeit rast schneller als die ICE 4 der deutschen Bahn.
Was soll ich sagen, klar, die Sonne beschien uns bereits am frühen Morgen und als sich Sigi mit Paule und Dschinni früh um 6.15 Uhr auf die Jagd nach Vitaminen begaben lümmelte Ottilie bereits vor dem Haus herum und beaufsichtigte Pippin bei seinen Aufwärmübungen. Er hatte sich nämlich vorgenommen, den Weltrekord im Halbmarathon zu egalisieren. (Das Wort habe ich von Paule gehört, weiß zwar nicht was es bedeutet, hört sich aber sehr gebildet an.
Als unsere Chefeinkäufer und -beschaffer mit einem obervollen Auto von ihrer Tour zurückkehrten hatte sich unsere gesamte Klicke bereits versammelt und bestaunte Pippins neuen Rekord. 8,7 km in 37 Minuten…..Weltrekordverdächtig!!!! Nur leider hat Pippinchen in der Schule, als es um die Uhrzeiten ging, nicht so richtig aufgepasst. Er hat Viertel 7 mit Dreiviertel 7 verwechselt, war somit über 1 Stunde unterwegs. 😉 Wer weiß, an welchem Bistro er eine Pause eingelegt hat.
Seit heute Mittag sind wir allein im Ferienlager. Unsere ungarischen Freunde mussten leider nach Hause reisen. Das gab Tränen, Umarmungen, Nummern wurden ausgetauscht und eines ist schon heute klar – nächstes Jahr zur gleichen Zeit treffen wir uns wieder hier zu schönen gemeinsamen Erlebnissen.
Auch unsere Kids verließen das Ferienlager, jedoch nur kurz zum Einkauf von zuckerhaltigen Getränken, Knabberkram und so.
Der von den Wetterfröschen versprochene Regen blieb leider aus. Die sind auch nicht zuverlässiger als die Zuhause. Also hieß es Badesachen, Handtücher und Wasserflaschen schnappen und ab an den Strand. Zumindest brachte ein laues Lüftchen hohe Wellen und viele Kids nutzten dies zum Toben im Wasser.
Schwester Agnes und Allie nutzten die Zeit, um mit unseren schmuckbegeisterten Mädels und Jungen Armbänder zu knüpfen. Andere bastelten Lesezeichen und Windspiele oder auch Sticker.
Selbstverständlich wurde auch heute gequatscht, gechillt, geflörtet, manchmal gestritten und sich wieder vertragen.
Liebe Zurückgebliebene, die Verzieher*innen machen sich jedoch Sorgen um den psychischen Zustand eurer Kids 😊. Die viele Sonne und das Balatonwasser scheinen wie Gottlieb fachmännisch feststellte zu einer partiellen Amnesie. Wie äußert sich das? Da bleiben am Strand nicht nur Handtücher und Socken liegen, nein auch Smartphons, Flaschen, Bücher, Portmonäs …. Oder sind eure lieben Kleinen und Großen zuhause auch so schusselig?
Ich hatte mich übrigens den ganzen Nachmittag gewundert, wo Paule und Dschinni abgeblieben sind. Eine Rauchwolke zeigte mir die Lösung an. Sie haben den Grill vorgeheizt, ist bei 36 Grad ja echt nicht so ohne, damit wir alle heute statt bei Csaba im Restaurante csirkehús, disznóhús és virsli vom Grill futtern konnten. Der Appetit war bei allen riesengroß und selbst von den gebackenen Kartoffeln und dem Gegrillten Gemüse sind keine Puseratze übriggeblieben. Dabei hatten wir uns schon auf ein heimliches Nachtmahl gefreut. Müssen wir wohl doch unsere Vorräte für schlechte Zeiten angreifen.
Nach dem vullominösen Abendessen gab es dann noch unseren obligatorischen Teamwettbewerb. Eine Farbralley stand auf dem Plan.
Ihr fragt euch sicher was ist denn das? Das fragten die Kids ebenfalls. Also, auf dem Gelände waren Karten mit den Zahlen 1 bis 20 versteckt, auf deren Rückseite eine Farbe und ein 6stelliger Zahlencode zu lesen war. Und jetzt waren sowohl Würfelglück, als auch ein gutes Auge und Gedächtnis gefragt. Die gewürfelte Zahl musste gefunden werden, dann das gesamte Team bei der Spielleiterin Sigi erscheinen, Farbe und Code benannt werden. Dann gab es eine Aufgabe zu erfüllen bevor wieder gewürfelt werden durfte. Das Team, das als erstes die 20 erreicht bzw. überschritt hatte gewonnen.
Die Aufgaben waren lustig, Socken zusammenbinden, gemeinsam ein Lied singen, Komplimente verteilen usw..
Die Chefin von den Wackelöhrchen hatte extremes Glück. Jedes Mal eine 6, da reichte 4 x würfeln aus, um den Sieg zu erringen. Paule schlug ihr vor, ins Spielcasino zu fahren und Kohle für das Ferienlager 2027 zu gewinnen. Das wurde uns aber leider von den Verzieher*innen untersagt. Die anderen Teams mussten mindesten 6x würfeln und hatten damit die Chance, viele neue Farbnuangzen kennenzulernen. Am besten fanden alle lichte Rocker alias lichterocker.
Die weiteren Plätze belegten die Panther vor den Nemos, den ChaosKids und den Melonenbäumen.
Nach dem Teamspiel hieß es ab zum Duschen und ins Bett. Die kleinen Jungs erfreuten dabei noch mit einem kurzen Theaterstück mit dem Titel „Wie uns die Verzieher in die Betten bringen“.
Ich habe auch genug für heute. Muss noch mit meinen Kumpels chillen und mich auf das morgige Programm vorbereiten.
Ich wünsche euch eine Gute Nacht.
Jó aludni.
Euer Otto