Kedves Szülök, nagyszülök, nagynéninik, nagybáci és baratok/nö!
Nach den gestrigen Klettertouren hatten heute einige ziemlichen Muskelkater. Aber der Sonnenschein und unsere Verzieher*innen trieben uns aus unseren Betten. Einigen fällt das Aufstehen bereits ein wenig schwer, obwohl wir erst um 8 Uhr aufstehen müssen. Ein fröhliches und lautes Guten Morgen ist da nicht mehr selbstverständlich. Doch unsere Verzieher waren ja auch einmal Pubertiere und wissen wie das ist, wenn man die halbe Nacht quatscht und die andere Hälfte mit dem Handy rumdattelt….
Doch ein gut gefüllter Ferientag lässt der Müdigkeit nicht viel Zeit und so hatten wir auch heute viel Spaß.
Ein Architekturwettbewerb forderte all das Können, die Kreativität und die Zusammenarbeit in den Teams heraus. Mit Erbsen und Zahnstochern hatten wir den Auftrag innerhalb einer Stunde ein Gebäude unserer Wahl zu entwerfen und zu bauen und im Anschluss daran den anderen Teams und der Verzieherjury vorzustellen. Nun wundert ihr euch sicher. Sollten nicht die Urlaubären die Jury sein? Im Prinzip schon, aber heute war es ausnahmsweise mal anders herum. Die Verzieher*innen haben die Zeit genutzt, um mit den großen Chefinnen des Vereins über die Zukunft des Ferienlagers zu beraten.
Also liebe Elternteile, in einigen eurer Lieblinge stecken kleine und größere Arschitekten und Bauinjenöre, aber auch Schriftsteller und Schauspieler. (Vielleicht sollte es im Feriencamp auch Berufsberatung geben?)
Die Bauwerke wurden nach folgenden Kriterien bewertet: Kreativität, Aussehen, Stabilität, Vortrag (die Fachleute nennen das Präsentation, aber das wussten die Verzieher*innen wahrscheinlich nicht 😉) und die Qualität der Zusammenarbeit.
Die pinken Panther gewannen den Wettbewerb sehr knapp vor den ChaosKids, den Melonenbäumen und den Wackelöhrchen. Lediglich die Nemos waren etwas abgeschlagen auf Platz 5. Die Bauwerke könnt ihr euch bei Facebook gerne anschauen. Die Burg Sümeg wurde gleich zweimal nachgebaut. Die pinken Panther verbanden ihre Konstruktion mit der Geschichte von einer fliegenden Seekuh und ihrer nicht erwiederten Liebe zu einer Erbsenprinzessin. Die ChaosKids entwarfen ein Colosseum mit kämpfenden Gladiatoren, von denen einer bereits das Zeitliche gesegnet hat. Die verrückteste Geschichte haben die Wackelöhrchen dann sogar als Puppenspiel vorgeführt. Leute, eure Kids haben Fantasie….oder komische Filme gesehen 😉. Hier die Kurzfassung: Eberhart und Gisela leben und lieben sich am Meer. Gisela bekommt ein Kinde, verunglückt im Nebel und Mutter und Kind sterben. Zur Erinnerung an seine große Liebe baut Eberhart einen Leuchtturm „Gisela“, um anderen dieses Schicksal zu ersparen.
Voll krass die Geschichte Leute. Würde mich nicht wundern, wenn eine Filmgesellschaft das Drehbuch für einen Film draus macht. Passt also gut auf, könnte ne Menge Kohle bringen wegen der Uhrheberrechte oder so ähnlich. Die Nemos auf Platz 5 haben einen McDoof und Lidl inklusive Spielplatz entworfen. Da stellt sich mir die eine oder andere Frage…. Die Stabilität ließ leider etwas zu wünschen übrig. Der Spielplatz musste vom TÜV gesperrt werden.
Der Wettbewerb hat noch am späten Abend zu philosophischen Diskussionen zwischen meinen Freund*innen Gottlieb, Schwester Agnes und Ottilie geführt. Pippin versuchte ausgleichend einzugreifen und ahmte dabei den stellvertretenden Schulleiter seiner Schule nach.
Nach dem Wettbewerb ging es für fast alle an den Strand, es waren bereits wieder 35 Grad. Nur Lille, Pille( ja, ihr lest richtig, mein Kumpel Pille ist endlich auch eingetroffen), Nille, Nolle, Lotte, Schwester Agnes, weitere „Ottokars“ und ich versammelten sich zu einem Jugendforum. Ja, ja wir Vereinsmitglieder arbeiten in den Ferien. Da gibt es so ein Programm, dass Kinder und Jugendliche Demokratie lernen und leben können. Der Auftakt dafür fand heute mit uns statt. Ihr könnt morgen lesen, was sich das Jugendforum als Teamwettbewerb zum Start ausgedacht hat.
Man könnte glauben, dass damit genug passiert ist für einen Tag. Aber weit gefehlt. Hoher Besuch hatte sich angekündigt. Ihre Wässrigkeit Neptun beehrte uns am Strand. Gemeinsam mit seinen Töchtern, Nixe goldener Seestern und Seeanemone, seinem afrikanischen Gast Nixe Nilpferd und den Häscher*innen brutaler Barracuda, gefährlicher Blauwal und brutaler Grauhai, die unter Anleitung seines Securitichefs Orca I. für seine Sicherheit sorgten, kam er in diesem jahr zu Fuß, weil nicht ausreichend Wasser im Balaton für seine Balatonseekuhherde vorhanden ist.
Er wurde von unseren und den ungarischen Kindern und Jugendlichen mit viel Beifall begrüßt.
Nach seiner traditionellen Ansprache, er spricht inzwischen relativ gut deutsch und benötigt nur noch für das Ungarische einen Dolmetscher, wurde neues Personal für die Unterwasserwelt aquiriert. 3 ungarische und 1 Berliner Knabe und 4 Mädels aus Berlin und Thüringen konnten eine Haut- und Haarreinigung mit leckerer Sahne und das Lieblingsgetränk von Neptun genießen. Zwei Balatonwassergüsse ergänzten die Taufe. Neptuns zweite Frau schleppte diese aus dem See bis zum Thron, weil die Verletzungsgefahr im Balaton zu groß gewesen wäre. Pippinchen war mal wieder clever, er kühlte in der Zeit der Jagd auf Täuflinge seine heißen Quadratlatschen in eben diesen Taufschüsseln. Schwester Agnes belehrte ihn wegen der fehlenden Hygenie, doch Pippin ist auf diesem Ohr immer taub.
Zum Abschluss holte sich Neptun eine neue Ehefrau in sein Gefolge. Nolle gab ihm freudig und laut ihr JA Wort. Sie Eheschließung wurde mit besonders intensiver Haarwäsche vollzogen.
Im Anschluss daran verschwand Neptun mit seinen Frauen und Männern langsam im Balaton.
Da unsere ungarischen Freunde leider morgen bereits wieder nach Hause fahren müssen, gab es heute eine Abschiedsdisko mit DJ Lockey und all den beliebtesten Partyhits der Kids. Die Stimmung war bombastisch und erste Pärchen waren zu erahnen. Unsere 3 jüngsten Mitreisenden aus Berlin übten sich beim Ringeltanz mit Anfassen. Sie fühlen sich hier sehr wohl und haben sich angefreundet. (Vielleicht werden das mal unsere Nachfolger?)
Erste Tränen sind bereits geflossen. Das wird morgen wieder einige sturzbachartige Tränenströme geben. Ich habe mir von Sigi schon eine Küchenrolle geholt, um die Tränen trocknen zu helfen.
Was ich natürlich nicht vergessen darf zu erwähnen (sonst verzieht er sich nämlich schmollend in sein Fass) ist die erneute großartige Leistung von Dschinni. Jeden Tag schleppt er gemeinsam mit Paule Wasserflaschen, Wasserflaschen, Wasserflaschen und die eine oder andere Sache.
Was würden wir nur ohne ihn machen?
Jetzt ist aber wirklich genug für heute. Ich brauche dringend eine Mütze Schlaf. Morgen heißt es nämlich früh um 6 Uhr aufstehen, zum Markt fahren und Pippin beim Schummellauf erwischen.
Jó aludni, Euer Otto
Kommentare
Ich bin sehr gespannt was bei euren Beratungen rauskommt. Ansonsten war das mal wieder ein gelungener Tag. Ihr leistet großartige Arbeit, für die man sich nicht genug bedanken kann.
Jetzt verschwinde ich aber selbst ins bett und wünsche euch allen eine wundervolle gute nacht.
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